Der Impfplan der STIKO für Babys im ersten Lebensjahr

Tabelle der STIKO Impfempfehlungen für Babys im ersten Lebensjahr vom Januar 2024:

Impfung Alter in Monaten Erläuterungen
Rotaviren 2, 3 (je nach Impfstoff auch 4) Erste Dosis ab 6 Wochen möglich, insgesamt 2 oder 3 Dosen
Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Hib, Poliomyelitis (Kinderlähmung), Hepatitis B, Pneumokokken 2, 4 (G1 und G2); 11 (G3) Grundimmunisierung mit 3 Dosen in den ersten Lebensmonaten, letzte Dosis im 11. oder 12. Monat
Meningokokken B 2, 4 (G1-G2); 12 (G3) Grundimmunisierung ab dem 2. Monat, letzte Dosis im 11. oder 12. Monat
Meningokokken C 12 Einzelne Dosis im 12. Monat
Masern, Mumps, Röteln (MMR) 11-12 Erste Dosis der MMR-Impfung im 11. oder 12. Monat
Anmerkungen: Die Impfungen im ersten Lebensjahr sind entscheidend für den Aufbau eines langfristigen Schutzes gegen verschiedene Krankheiten. Es ist wichtig, den empfohlenen Zeitplan einzuhalten, um eine optimale Immunantwort zu gewährleisten.

Erläuterungen zu den Impfungen und früheren Impfempfehlungen im weiteren Artikel.

Inhalt: Der Impfplan der STIKO für Babys im ersten Lebensjahr

Aktuellste Impfempfehlungen von der STIKO finden sich hier.

1. Erläuterungen zu den Impfungen

  • Rotaviren: Rotaviren verursachen eine schwere Magen-Darm-Entzündung, die besonders bei Säuglingen und kleinen Kindern zu schweren Dehydratationszuständen führen kann. Die Impfung wird früh im Leben empfohlen, da die schwersten Verläufe meist jüngere Kinder betreffen. Es gibt keine generellen Einschränkungen, allerdings wird die Impfung nicht über das erste Lebensjahr hinaus empfohlen.
  • Tetanus (Wundstarrkrampf): Tetanus ist eine bakterielle Infektion, die zu schweren Muskelkrämpfen führt und potenziell lebensbedrohlich ist. Die Impfung ist für alle Altersgruppen empfohlen, da Tetanussporen in der Umwelt verbreitet sind und Infektionen durch Wunden entstehen können.
  • Diphtherie: Diphtherie ist eine ernste bakterielle Infektion, die zu Atemwegserkrankungen, Herzschäden und in schweren Fällen zum Tod führen kann. Die Impfung wird für alle Altersgruppen empfohlen, um die Verbreitung dieser inzwischen seltenen, aber gefährlichen Krankheit zu verhindern.
  • Pertussis (Keuchhusten): Keuchhusten ist eine Infektionskrankheit der Atemwege, die durch das Bakterium Bordetella pertussis hervorgerufen wird. Das von diesem Bakterium freigesetzte Gift schädigt die Schleimhäute der Atemwege und führt zu Zellschädigungen. Übertragen wird der Erreger durch Tröpfcheninfektion. Typisch für Keuchhusten ist der stakkatoartige Husten mit herausgestreckter Zunge. Die Erkrankung verläuft über einen relativ langen Zeitraum und ist durch den Husten sehr quälend für die Kinder. Lebensbedrohlich ist Keuchhusten jedoch nur im ersten halben Lebensjahr. 
    Die Impfung ist besonders wichtig für Säuglinge und Kinder, aber auch für Schwangere und enge Kontaktpersonen, um vulnerable Gruppen zu schützen.
  • Hib (Haemophilus influenzae Typ b): Hib ist eine Bakterienart, die schwere Erkrankungen wie Meningitis und Epiglottitis bei Kindern verursachen kann. Die Impfung wird im frühen Kindesalter empfohlen, um diese ernsten Erkrankungen zu verhindern.
  • Poliomyelitis (Kinderlähmung): Polio ist eine virale Infektion, die zu Lähmungen und in schweren Fällen zum Tod führen kann. Die Impfung ist weltweit im Einsatz, um die Krankheit auszurotten, und wird für alle Kinder empfohlen.
  • Hepatitis B: Hepatitis B ist eine virale Leberinfektion, die chronisch werden und zu Leberkrebs führen kann. Die Impfung wird für Neugeborene empfohlen und ist auch für Personen mit erhöhtem Risiko oder ungeschütztem Sexualverhalten ratsam.
  • Pneumokokken: Pneumokokken sind Bakterien, die schwere Infektionen wie Pneumonie, Meningitis und Blutvergiftung verursachen können. Die Impfung wird im Säuglingsalter empfohlen, um diese Risiken zu minimieren.
  • Meningokokken B und C: Meningokokken sind Bakterien, die Meningitis und Sepsis verursachen können, beides ernste und potenziell lebensbedrohliche Erkrankungen. Die Impfung gegen Meningokokken B wird für Säuglinge empfohlen, während die Meningokokken-C-Impfung oft im ersten Lebensjahr oder im Jugendalter gegeben wird. Es gibt keine spezifischen Einschränkungen, aber die Impfung ist besonders für Personen in Gemeinschaftseinrichtungen oder mit bestimmten medizinischen Voraussetzungen wichtig.
  • Masern, Mumps und Röteln (MMR): Diese viralen Infektionen können zu schweren und manchmal langfristigen Komplikationen führen, einschließlich Enzephalitis und Sterilität. Die MMR-Impfung wird allgemein empfohlen, um diese Krankheiten zu kontrollieren und zu verhindern. Sie ist besonders wichtig vor dem Eintritt in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergärten oder Schulen. Es gibt wenige medizinische Ausnahmen von der MMR-Impfung, z.B. für Personen mit bestimmten Immunschwächen.

2. Ergänzung/Meinung von dir?

Möchtest/kannst du etwas zu den Impfungen ergänzen?

 

Die Seite wird zum Absenden NICHT neu geladen (die Antwort wird im Hintergrund abgesendet).

3. Impfempfehlungen im Jahr 2011

Und so sah die Tabelle der STIKO die Impfempfehlungen in 2011 aus (vom August 2011):

Alter Impfempfehlung
2 Monate 1. Grundimmunisierung gegen Diphterie, Tetanus, Pertussis (Keuchhusten), Haemophilius influenzae Typ b, Poliomyelitis, Hepathitis B, Pneumokokken
3 Monate 2. Grundimmunisierung gegen Diphterie, Tetanus, Pertussis (Keuchhusten), Haemophilius influenzae Typ b, Poliomyelitis, Hepathitis B, Pneumokokken
4 Monate 3. Grundimmunisierung gegen Diphterie, Tetanus, Pertussis (Keuchhusten), Haemophilius influenzae Typ b, Poliomyelitis, Hepathitis B, Pneumokokken
11-14 Monate

4. Grundimmunisierung gegen Diphterie, Tetanus, Pertussis (Keuchhusten), Haemophilius influenzae Typ b, Poliomyelitis, Hepathitis B, Pneumokokken

1. Grundimmunisierung Masern, Mumps, Röteln, Varizellen

Ab 12 Monate: 1. Grundimmunisierung Menigokokken

15-23 Monate 2. Grundimmunisierung Masern, Mumps, Röteln, Varizellen
5-6 Jahre 1. Auffrischimpfung Diphterie, Tetanus, Pertussis (Keuchhusten)
9 - 17 Jahre

2. Auffrischimpfung Diphterie, Tetanus, Pertussis (Keuchhusten)

1. Auffrischimpfung Poliomyelitis

12-17 Jahre: Grundimmunisierung 1-3 gegen Humanes Papillomvirus

Alle Angaben ohne Gewähr.

4. Impfempfehlungen im Jahr 2003

So sah der Implan der STIKO (Ständigen Impfkommission) vom August 2003 aus:

Impfplan

Trenner

Ergänzungen und Fragen von Leser:innen

Gibt es eine Frage zum Beitrag, etwas zu ergänzen oder vielleicht sogar zu korrigieren?

Fehlt etwas im Beitrag? ... Jeder kleine Hinweis/Frage bringt uns weiter und wird in den Text eingearbeitet. Vielen Dank!

 

Die Seite wird zum Absenden NICHT neu geladen (die Antwort wird im Hintergrund abgesendet).

Trenner

5. Weiterlesen

Einen Arzt/Hebamme für das Baby (und die Mutter) finden

Die Zeit der Schwangerschaft, die Geburt und das erste Babylebensjahr bedürfen ärztlicher Begleitung für die Gesundheit. Bist du auf der Suche nach einem niedergelassenen Kinderarzt, einer Hebamme oder einem Frauenarzt? Hier findest du die Anlaufstellen und viele Tipps zur Auswahl des Kinderarztes.

Hier weiterlesen

kind krank 564

Viele Eltern haben Angst vor dem plötzlichen Kindstod. Zum Glück passiert das nur noch sehr selten in Deutschland. Dennoch ist es gut zu wissen, wie man ein (vermeintlich) bewusstloses Baby wiederbelebt. Wir haben das Vorgehen mitsamt anschaulicher Videos zusammengestellt.

Hier weiterlesen

flugzeug himmel wolkenkratzer 564

Tipps und Hinweise für das Fliegen mit Baby. In der Schwangerschaft und danach.

Fall 1: In der Schwangerschaft

Die letzten Tage der Zweisamkeit stehen bevor und Sie möchten gerne die Zeit für einen erholsamen Urlaub nutzen?
Gute Idee!

Darfst du trotz deinem Baby im Bauch mit gutem Gewissen bezüglich der Gesundheit fliegen?
Nun stellt sich für viele werdende Eltern die Frage, ob es zu verantworten ist, in der Schwangerschaft zu fliegen. Sie werden auf diese Frage viele verschiedene Antworten hören, von "Nein, Fliegen in der Schwangerschaft sollte Sie prinzipiell vermeiden!" bis "Kein Problem, ich wünsche Ihnen einen tollen Urlaub!".

Hier weiterlesen

Hepatitis ist eine Lebererkrankung, bei der es durch eine Entzündung zur Zerstörung des Lebergewebes kommt.

Hauptverursacher einer infektiösen Hepatitis sind die verschiedenen Hepatitis-Viren, die mit den Buchstaben A-E gekennzeichnet sind. Der Hepatitis B-Virus wird über Blut und Sperma übertragen. Hepatitis B-Erkrankungen verlaufen oft chronisch und können zu Leberschäden bis hin zu Leberkrebs führen.

Bis vor kurzem wurden nur Menschen geimpft, die zu einer der Risikogruppen für diese Infektion gelten (z. B. medizinisches Personal, Drogenabhängige). Obwohl Säuglinge und Kinder nicht zu den Risikogruppen zählen, empfiehlt die STIKO die 1. Impfung mit 3 Monaten.

Hier weiterlesen

Diphterie ist eine lebensgefährliche Erkrankung, die durch Tröpfcheninfektion übertragen wird. Der Erreger, ein Bakterium, findet sich vor allem im Menschen. Das typische Symptom der Diphterie ist ein weißlich-grauer Belag im Rachen, der die Atemwege lebensbedrohlich verengen kann. Vom Erreger gebildete Giftstoffe können die Körpergewebe schädigen, insbesondere das Herz ist oft betroffen.

Hier weiterlesen

 

Geschrieben von

Baby Welten
Baby Welten Admin

Baby-Welten-Team

https://www.baby-welten.de

intro header schwangerschaft babynamen Erstausstattung Geburt Babyspiele babyartikel Baby Baden Babyzimmer Das Wickeln babykleidung Beikost leerbildStillen

gratis downloads schmal mh 564

Hier findest du praktische Hilfen und hochwertige Inhalte zum Gratis-Download.

  • Einkaufsliste Erstausstattung zur Geburt
  • MP3 Entspannungsübung - so wirst du zur relaxten Mutter
  • Baby Wiederbelebung in 6 Schritten
  • 2.500 Vornamen zum stöbern (kostenlose Broschüre)
  • PDF-Anleitung Kinderbett bauen

Und viele weitere unter:  Alle Downloads

Anbieterlinks / Sternchen | Disclaimer

* Was das Sternchen neben einigen Verlinkungen bedeutet:

Die Inhalte auf dieser Website sind kostenlos im Internet verfügbar und das soll auch so bleiben. Unsere redaktionelle Arbeit finanzieren wir über Werbung. Links, die mit einem * gekennzeichnet sind, können bei Kauf/Abschluss auf der jeweiligen Website hinter dem Link zu einer Provision an uns führen, weil wir für den Link ein sogenanntes Affiliate-Programm nutzen. Dies beeinflusst aber die Redaktionsarbeit nicht, der Hinweis wäre stets auch ohne den Affiliate-Link erfolgt. Für den Kauf/Abschluss über den Link sind wir natürlich dankbar.