Nachhaltiges Spielzeug kaufen: Worauf wirklich achten?

Nachhaltiges Spielzeug klingt zunächst nach einer einfachen Entscheidung: gut für das Kind, gut für die Umwelt. Doch wer genauer hinsieht, merkt schnell, dass hinter dem Begriff mehr steckt als Holz und Naturfarben. Materialien, Produktionsbedingungen, Lebensdauer und sogar die Nutzung selbst spielen eine Rolle – und nicht selten widersprechen sich diese Faktoren. Dieser Artikel hilft dir dabei, die wichtigsten Kriterien zu verstehen, typische Fallstricke zu erkennen und Spielzeug bewusster auszuwählen, ohne dabei in einfache Schwarz-Weiß-Muster zu verfallen.

Dieser Beitrag beleuchtet, was man unter nachhaltigem Spielzeug versteht und worauf beim Kauf zu achten ist. Mit vielen Beispielen.

Beispiele für nachhaltiges Spielzeug in einem Kinderzimmer. Text: Ratgeber nachhaltiges Spielzeug

Kurz zusammengefasst

  • Nachhaltigkeit verstehen
    Nachhaltiges Spielzeug bedeutet, Ressourcen so zu nutzen, dass Umwelt und kommende Generationen geschont werden. Es geht nicht nur um Materialien, sondern auch um Herstellung, Nutzung und Entsorgung.
  • Materialien bewusst wählen
    Holz, Bio-Baumwolle oder recycelte Materialien sind meist die bessere Wahl. Wichtig ist, dass Spielzeug schadstoffarm und gesundheitlich unbedenklich ist.
  • Greenwashing erkennen
    Begriffe wie „eco“ oder „bio“ sind nicht geschützt. Entscheidend sind konkrete Angaben, Zertifikate und Transparenz, nicht Marketing.
  • Lebensdauer zählt
    Wirklich nachhaltig ist Spielzeug, das langlebig, reparierbar und weitergebbar ist. Kurzlebige Produkte – egal aus welchem Material – sind ökologisch problematisch.
  • Sicherheit und Prüfsiegel
    Achte auf CE, GS oder weitere Zertifizierungen, aber verstehe: Nicht jedes Siegel ist ein Qualitätsnachweis, sondern oft nur eine Mindestanforderung.
  • Gesundheitliche Aspekte
    Vermeide Spielzeug mit problematischen Weichmachern oder Duftstoffen. Kinder haben intensiven Kontakt mit Spielzeug – das macht Materialqualität besonders wichtig.
  • Nachhaltigkeit ist kein Perfektionsprojekt
    Es gibt keine ideale Lösung. Oft ist ein gebrauchtes Produkt nachhaltiger als ein neues „Öko“-Spielzeug. Entscheidend ist der bewusste Umgang.

Details und Erläuterungen zu allen Punkten im weiteren Artikel.

Was bedeutet nachhaltiges Spielzeug?

Definition Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit oder nachhaltige Entwicklung bedeutet, die Bedürfnisse der Gegenwart so zu befriedigen, dass die Möglichkeiten zukünftiger Generationen nicht eingeschränkt werden.

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Nachhaltigkeit bezieht sich auf die Fähigkeit, die natürlichen Ressourcen und die Umwelt für zukünftige Generationen zu erhalten.

Es ist ein Konzept, das sowohl wirtschaftliche als auch soziale und ökologische Aspekte umfasst.

Allerdings ist der Begriff nicht geschützt oder normiert. Im Grunde genommen kann jeder Anbieter sein Spielzeug als nachhaltig bezeichnen, bis ihm das Gegenteil bewiesen wird.

Aber man kann ja auch selber hinschauen. Im Hinblick auf Spielzeug bedeutet Nachhaltigkeit zumeist, dass Spielsachen auf umweltfreundliche Weise produziert und möglichst lange genutzt werden können. Ein wichtiger Aspekt ist die Wahl der Materialien. Hier sollten natürliche und unbedenkliche Materialien bevorzugt werden. Nachwachsende Rohstoffe, wie zum Beispiel Baumwolle oder Holz, die biologisch abbaubar sind, eignen sich optimal.

Wenn Kunststoff verwendet wird, sollte dieser frei von gesundheitsschädlichen oder gesetzlich eingeschränkten Zusatzstoffen wie bestimmten Weichmachern (z. B. Phthalaten) oder Schwermetallen sein und den geltenden Sicherheitsstandards entsprechen. Nachhaltiges Spielzeug verzichtet auf schadstoffhaltige Farben und Lacke.

Eine weitere Voraussetzung für nachhaltiges Spielzeug ist die umweltschonende Verarbeitung der Materialien sowie deren Entsorgung. Ein ebenfalls entscheidender Punkt ist die Produktion des Spielzeugs. Hier ist strenggenommen auf ethische und faire Produktionsbedingungen zu achten, die auf die Einhaltung von Arbeitsrechten und Vermeidung von Kinderarbeit abzielen.

Welche nachhaltigen Alternativen nutzt du bereits?

 

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Greenwashing: Wenn „nachhaltig“ nur gut klingt

Nicht alles, was als nachhaltig beworben wird, ist es auch tatsächlich. Der Begriff ist rechtlich kaum geschützt – und genau das nutzen manche Hersteller aus. Verpackungen in Naturfarben, Begriffe wie „eco“, „bio“ oder „umweltfreundlich“ wirken überzeugend, sagen aber oft wenig aus.

Ein kritischer Blick lohnt sich. Hinweise auf Greenwashing können sein:

  • Es werden keine konkreten Materialien genannt („umweltfreundlicher Kunststoff“ statt genauer Angaben).
  • Es fehlen nachvollziehbare Siegel oder Zertifikate.
  • Die Nachhaltigkeit beschränkt sich auf ein einzelnes Merkmal (z. B. Verpackung), während das Produkt selbst konventionell ist.
  • Es gibt keine Informationen zur Herstellung oder Herkunft.

Wer nachhaltiges Spielzeug kaufen möchte, sollte sich nicht von Begriffen leiten lassen, sondern von nachprüfbaren Fakten. Im Zweifel ist weniger Marketing und mehr Transparenz oft das bessere Zeichen.

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Warum nachhaltiges Spielzeug kaufen?

Aufgrund des Klimawandels und der steigenden Bedeutung für einen sinnvollen Umgang mit knappen Ressourcen nimmt das Thema Nachhaltigkeit auch bei Spielzeug eine wichtige Rolle ein.

Nicht nur die Umwelt profitiert von nachhaltigem Spielzeug, auch die Kinder selbst haben Vorteile. Nachhaltiges Spielzeug ist oft langlebiger und somit länger nutzbar als herkömmliches Spielzeug. Es ist aus gesundheitlicher Sicht unbedenklich und fördert zudem die Kreativität sowie die Feinmotorik von Kindern.

Nachhaltiges Spielzeug reduziert die potentiellen Gefahren, die herkömmliches Kinderspielzeug mit sich bringt. Giftige Inhaltsstoffe, wie zum Beispiel PVC (Polyvinylchlorid) und Spielzeug mit sich leicht ablösbaren Kleinteilen, sollten Eltern meiden. Da Kinder viel Zeit mit Spielzeug verbringen und dieses oft in den Mund stecken, ist es wichtig, dass Eltern Spielzeug aus Kunststoff durch ökologische Produkte ersetzen. Zum einen dauert es lange, bis sich Plastik zersetzt. Zum anderen: Bestimmte Phthalate, die als Weichmacher in Kunststoffen eingesetzt werden, stehen im Verdacht, hormonell wirksam zu sein und können reproduktionstoxische Eigenschaften haben. Daher sind einige dieser Stoffe in Spielzeug in der Europäischen Union streng reguliert oder verboten.

Bestimmte Duftstoffe können allergische Reaktionen auslösen, insbesondere bei empfindlichen Personen oder Kindern. Deshalb sollten Spielzeuge möglichst frei von unnötigen Duftstoffen sein.

Aus all diesen Gründen ist es für Eltern ratsam, bewusst nachhaltiges Spielzeug zu kaufen.

Allerdings gibt es auch Nachteile beim Kauf von nachhaltigem Spielzeug. Oft ist es teurer als herkömmliches Spielzeug und nicht immer einfach zu finden, da die Auswahl begrenzt ist.

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Was zeichnet ein nachhaltiges Produkt aus?

Ein gesundheitlich einwandfreies und faires Produkt ist eher die Ausnahme als die Regel. Der Großteil der weltweit vertriebenen Spielwaren stammt aus südostasiatischen Ländern. 

Ein Teil der importierten Spielwaren kann aufgrund unzureichender Kontrollen oder fehlender Konformitätsnachweise nicht den europäischen Sicherheitsanforderungen entsprechen. Daher ist es wichtig, auf geprüfte Produkte und entsprechende Kennzeichnungen zu achten.

Die wichtigste gesetzliche Rahmenbedingung ist die Europanorm für die Sicherheit von Spielzeug. Die Europanorm EN71 ist eine Norm, die sicherheitstechnische Anforderungen an Spielzeug festlegt. Sie gilt in der gesamten Europäischen Union und sorgt dafür, dass Spielzeug sicher und unbedenklich für Kinder ist. Die Norm EN71 umfasst mehrere Teile, die sich mit verschiedenen Aspekten der Sicherheit von Spielzeug beschäftigen. Dazu gehören unter anderem Anforderungen an chemische Stoffe, die in Spielzeug enthalten sein dürfen, sowie Anforderungen an die physikalische und mechanische Sicherheit von Spielzeug.

Für Eltern besteht beim Kauf von Spielzeug der erste Schritt darin, auf verschiedene Prüfsiegel zu achten. Diese müssen inklusive Herstellerangaben gut erkennbar auf der Verpackung zu sehen sein. Folgende Prüfsiegel sind ein Hinweis darauf, ob das Spielzeug für Kinder geeignet ist:

  • CE (Communauté Européenne)
    Das CE-Zeichen ist eine verpflichtende Kennzeichnung innerhalb der Europäischen Union und bestätigt, dass der Hersteller angibt, die grundlegenden Sicherheitsanforderungen einzuhalten. Es handelt sich jedoch nicht um ein unabhängiges Prüfsiegel.
  • GS-Zeichen (Geprüfte Sicherheit)
  • FSC (für Holzspielzeuge)
  • Spiel gut (freiwilliges Siegel, Spielzeug PVC-frei)
    Das Siegel „Spiel gut“ kennzeichnet Spielzeug mit hohem pädagogischem und spielerischem Wert. Aspekte wie Material und Verarbeitung fließen in die Bewertung ein, stehen jedoch nicht ausschließlich im Fokus auf Schadstofffreiheit.
  • Öko-Tex Standard 100 (eines der bekanntesten Labels für schadstofffreie Textilien)

Ein Produkt ist dann nachhaltig, wenn es weder Umwelt noch Gesundheit belastet und mehrere Kriterien erfüllt:

  • Es ist recyclebar.
    Es enthält keine Schadstoffe und ist nicht aus Plastik.
  • Es wurde unter fairen und ethischen Bedingungen hergestellt.
  • Es ist langlebig und biologisch abbaubar.
  • Die CO2-Bilanz ist niedrig oder neutral.
    Ein nachhaltiges Produkt zeichnet sich unter anderem durch eine möglichst geringe Treibhausgasbilanz über seinen gesamten Lebenszyklus aus, idealerweise unter Berücksichtigung von Produktion, Transport, Nutzung und Entsorgung.

Der gesamte Lebenszyklus: Von der Herstellung bis zum zweiten Leben

Nachhaltigkeit zeigt sich nicht nur im Material, sondern im gesamten Lebenszyklus eines Spielzeugs. Entscheidend ist, was vor und nach dem Kauf passiert.

Ein wirklich nachhaltiges Spielzeug sollte:

  • lange genutzt werden können – idealerweise über mehrere Altersstufen hinweg,
  • reparierbar sein, etwa durch austauschbare Teile,
  • am Ende weitergegeben, verkauft oder recycelt werden können.

Ein oft unterschätzter Faktor ist die Weiterverwendung. Spielzeug, das nur kurze Zeit genutzt und dann entsorgt wird, belastet die Umwelt – selbst wenn es aus guten Materialien besteht. Produkte mit einfachem Design und hoher Robustheit haben hier einen klaren Vorteil.

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Beispiele für nachhaltiges Spielzeug

Besonders begehrt ist Holzspielzeug. Holz ist ein Allrounder und lässt sich vielseitig einsetzen. Holzbausteine sind kleine, rechteckige oder quadratische Blöcke aus Holz, die zum Aufbauen von Gebäuden und anderen Strukturen verwendet werden. Sie sind in verschiedenen Größen und Formen erhältlich. Holzpuzzle sind Puzzle, die aus Holz gefertigt sind. Sie sind in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden zu kaufen und fördern die Kreativität und Denkfähigkeit. Zieh- oder Schiebetiere können ebenfalls ein langer und treuer Begleiter von Kindern sein. Ab einem Alter von etwa drei Jahren können Eltern auch Brettspiele ausprobieren, die vollständig aus Holz bestehen.

Wer Kindern beim Spielen zusieht, merkt schnell: Es sind selten die perfekt durchdesignten Produkte, die lange faszinieren. Oft sind es die einfachen Dinge – ein Stapel Bauklötze, ein Stück Holz, ein Gegenstand, der eigentlich gar kein Spielzeug ist. Nachhaltigkeit beginnt vielleicht genau dort: weniger vorgeben, mehr ermöglichen.

30 konkrete Beispiele für nachhaltiges Spielzeug:

  • Holzbausteine – aus nachwachsendem, FSC-zertifiziertem Holz gefertigt, sehr langlebig und biologisch abbaubar.
  • Holzpuzzle – aus Holz statt Plastik gefertigt, robust; kann über Jahre hinweg genutzt und bei Bedarf repariert werden.
  • Holzfahrzeuge (z.B. Auto oder Zug) – aus Holz statt Plastik, robust und reparierbar (abgebrochene Teile sind meist klebbar), zudem frei von Batterien.
  • Stoffpuppe aus Bio-Baumwolle – aus biologisch angebauter Baumwolle und Naturfüllung gefertigt, frei von Schadstoffen und bei Verschleiß einfach näh- und reparierbar.
  • Kuscheltier aus Recyclingmaterial – aus recycelten Stoffen oder PET-Flaschen hergestellt; gibt Plastik ein zweites Leben und vermeidet Neuproduktion.
  • Baukasten aus Holz – bestehend aus Holzteilen (ggf. mit Metallschrauben), extrem langlebig und dank Standardteilen bei Verlust oder Bruch leicht zu ergänzen.
  • Bauklötze aus Recycling-Kunststoff – aus wiederverwertetem Kunststoff gefertigt; nutzt vorhandenes Plastik sinnvoll und ist robust für langes Spielen.
  • Sandspielzeug aus Biokunststoff – z.B. Eimer und Schaufel aus biobasiertem Kunststoff (etwa auf Zuckerrohrbasis), frei von Erdöl und am Lebensende biologisch abbaubar.
    Kleine Einschränkung: Sandspielzeug aus biobasierten Kunststoffen wird aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt, ist jedoch nicht automatisch biologisch abbaubar. Die tatsächliche Abbaubarkeit hängt vom spezifischen Material und den Entsorgungsbedingungen ab.
  • Sandspielzeug aus Metall – Eimer und Schaufel aus Metall, sehr strapazierfähig und über Jahre nutzbar; am Ende einfach recycelbar.
  • Badespielzeug aus Naturkautschuk – z.B. Badeenten oder Wasserspielzeug aus Naturkautschuk, frei von Plastik-Weichmachern und vollständig biologisch abbaubar.
    Hinweis: Naturkautschuk ist grundsätzlich biologisch abbaubar, allerdings kann die tatsächliche Abbaubarkeit durch Zusatzstoffe oder industrielle Verarbeitung beeinflusst werden.
  • Greifling oder Beißring aus Holz – ungefärbtes, glatt geschliffenes Holzspielzeug für Babys; aus natürlichem Material, speichelfest und ohne schädliche Chemikalien.
  • Holzeisenbahn-Set – Schienen und Züge komplett aus Holz, erweiterbar und mit anderen Sets kompatibel; gefertigt aus nachwachsenden Rohstoffen und im Schadensfall reparierbar.
  • Puppenhaus aus Holz – komplett aus Holz gefertigt, zeitloses Spielzeug, das aufgrund seiner Stabilität jahrelang bespielt und an jüngere Geschwister weitergegeben werden kann.
  • Holz-Schaukelpferd – klassisches Spielzeug aus Massivholz, stabil und extrem langlebig; kann über Generationen weitergegeben oder bei Bedarf neu lackiert werden.
  • Kindermusikinstrumente aus Holz – z.B. Xylophon oder Trommel mit Holzkorpus; langlebig, reparierbar (Trommelfell austauschbar) und ohne Plastikteile.
  • Wachsmalstifte aus Bienenwachs – Malstifte aus natürlichem Bienenwachs und pflanzlichen Pigmenten; frei von Erdöl, biologisch abbaubar und sicher für Kinder.
  • Natürliche Knete – Knetmasse aus Lebensmittelzutaten (z.B. Mehl, Salz) oder Bienenwachs; ungiftig, kompostierbar und enthält kein Mikroplastik.
  • Brettspiel aus Recyclingmaterial – Spielbrett und Figuren aus recyceltem Karton und Holz statt Plastik; langlebiger Spielspaß mit minimalem ökologischem Fußabdruck.
  • Puzzle aus Recycling-Pappe – Puzzleteile aus recycelter Pappe mit umweltfreundlichen Farben; vermeidet Neuproduktion von Plastik und ist nach Gebrauch recycelbar.
  • Solarbetriebenes Spielzeug – Spielzeug (z.B. Modellauto oder Bausatz) mit Solarzelle; kommt ohne Batterien aus und nutzt saubere, erneuerbare Energie.
  • Aufzieh- oder mechanisches Spielzeug – mechanisch betriebene Spielzeuge (z.B. Aufziehauto, Spieluhr); benötigen keine Batterien, sind robust gebaut und oft reparaturfähig.
  • Kreisel oder Jo-Jo aus Holz – traditionelle Spielzeuge aus Holz oder Metall, frei von Plastik, sehr langlebig und fördern die Motorik ohne Elektronik.
  • Balancierbrett aus Holz – vielseitiges Spielgerät aus stabilem Holz (als Wippe, Brücke, Sitz u.a. nutzbar); fördert Gleichgewichtssinn und Kreativität über viele Jahre.
  • Laufrad aus Holz – fahrradähnliches Spielrad mit Holzrahmen, robust und reparierbar (Ersatzteile erhältlich); wächst dank verstellbarem Sitz über mehrere Jahre mit.
  • Springseil mit Naturmaterialien – Holzgriffe und Seil aus Baumwolle oder Hanf statt Kunststoff; langlebig und fördert Bewegung im Freien.
  • DIY-Spielzeug aus Recyclingmaterial – selbstgebasteltes Spielzeug aus Kartons, Dosen oder Stoffresten; fördert Kreativität und Wiederverwendung statt Wegwerf-Konsum.
  • Naturmaterialien als Spielzeug – Steine, Tannenzapfen, Muscheln und andere Fundstücke aus der Natur; regen die Fantasie an und erfordern keinerlei Ressourcenaufwand zur Herstellung.
  • Second-Hand-Spielzeug – gebrauchte Spielsachen aus zweiter Hand; verlängern die Nutzungsdauer vorhandener Produkte und reduzieren Müll sowie Ressourcenverbrauch.
  • Insektenhotel-Bausatz aus Holz – Bastelset aus Holz und Naturmaterialien zum Bau eines Insektenhotels; lehrt Kinder nachhaltiges Denken und unterstützt gleichzeitig die Tierwelt im Garten.
  • Modulares Konstruktionsspielzeug – Baukastensystem mit standardisierten Teilen (aus Holz oder recyceltem Kunststoff); beliebig erweiter- und reparierbar und daher äußerst langlebig.

Passend zum Alter: Nachhaltigkeit bedeutet auch sinnvoll spielen

Ein nachhaltiges Spielzeug ist nur dann wirklich sinnvoll, wenn es zum Entwicklungsstand des Kindes passt. Spielzeuge, die überfordern oder schnell langweilen, werden oft früh aussortiert – unabhängig von ihrer Qualität.

  • Für Kleinkinder eignen sich einfache, robuste Materialien, die die Sinne ansprechen.
  • Vorschulkinder profitieren von offenem Spielzeug, das Kreativität fördert.
  • Ältere Kinder nutzen häufiger komplexe Systeme, die erweitert werden können.

Besonders nachhaltig sind Spielzeuge, die mitwachsen oder auf unterschiedliche Weise genutzt werden können. Ein Baukasten, der immer wieder neu kombiniert wird, hat einen deutlich längeren Lebenszyklus als ein Spielzeug mit festgelegter Funktion.

Elektronisches Spielzeug: Zwischen Nutzen und Ressourcenverbrauch

Elektronisches Spielzeug wird häufig kritisch gesehen – nicht ohne Grund. Es benötigt Rohstoffe, Energie und oft Batterien, die die Umwelt belasten.

Dennoch ist ein pauschaler Verzicht nicht immer realistisch oder sinnvoll. Entscheidend ist der Umgang:

  • Geräte sollten langlebig und reparierbar sein.
  • Akkus statt Einwegbatterien sind vorzuziehen.
  • Der Einsatz sollte bewusst und zeitlich begrenzt erfolgen.

Nachhaltigkeit bedeutet hier nicht zwingend Verzicht, sondern bewusste Auswahl und Nutzung.

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Checkliste: Nachhaltiges Spielzeug auf einen Blick erkennen

Beim Kauf kann folgende Orientierung helfen:

  • Besteht das Spielzeug aus natürlichen oder recycelten Materialien?
  • Ist es frei von Schadstoffen und entsprechend gekennzeichnet?
  • Wurde es unter fairen Bedingungen hergestellt?
  • Ist es stabil und reparierbar?
  • Kann es weitergegeben oder recycelt werden?
  • Ist die Verpackung reduziert und umweltfreundlich?

Wer mehrere dieser Fragen mit „Ja“ beantworten kann, trifft in der Regel eine gute Wahl.

Fazit

Nachhaltigkeit ist kein perfektes System

So überzeugend das Konzept nachhaltigen Spielzeugs klingt – es ist kein Wundermittel. Auch Holzspielzeug benötigt Ressourcen, auch Bio-Baumwolle hat ökologische Auswirkungen, und selbst langlebige Produkte werden irgendwann ersetzt.

Nachhaltigkeit bedeutet daher nicht, alles „richtig“ zu machen, sondern bewusster zu entscheiden. Manchmal ist ein gebrauchtes Plastikspielzeug sinnvoller als ein neu produziertes Öko-Produkt. Diese Widersprüche gehören dazu.

Gerade deshalb ist es wichtig, nicht nur auf Materialien zu schauen, sondern auf das gesamte Nutzungsverhalten.

Insgesamt lässt sich sagen, dass nachhaltiges Spielzeug eine gute Wahl ist, um sowohl die Umwelt als auch die Kinder zu schützen. Es gibt jedoch auch Nachteile, die berücksichtigt werden sollten. Letztendlich hängt es von jedem Einzelnen ab, ob und inwieweit er bereit ist, für nachhaltiges Spielzeug mehr zu bezahlen und eventuell auf eine größere Auswahl zu verzichten. Holz eignet sich sehr gut, wenn es um nachhaltige Spielwaren geht. Es ist langlebig, robust und gesundheitlich unbedenklich. 

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FunFacts zu nachhaltigem Spielzeug

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  • Plastikspielzeug kann Jahrzehnte überdauern
    Viele Kunststoffe brauchen über 100 Jahre zum Abbau.
  • Weniger Spielzeug fördert Kreativität
    Eine Studie fand heraus: Weniger Auswahl führt zu intensiverem Spiel.
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    Holzprodukte können über Jahre hinweg Kohlenstoff binden.
  • Second-Hand-Spielzeug spart massiv Ressourcen
    Wiederverwendung kann den ökologischen Fußabdruck deutlich reduzieren.
  • Duftstoffe gehören zu den häufigsten Allergieauslösern
    Gerade bei Kindern sollte darauf verzichtet werden.
  • Spielzeug ist oft kurz im Einsatz
    Viele Spielsachen werden nur wenige Monate genutzt.

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Vorteile Holzspielzeug

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Vorteile Holzspielzeug – diese Punkte sollten Sie kennen

Eltern wollen vor allem, dass Ihr Kind beim Spielen glücklich ist. Ihre Elternrolle verlangt, dass Sie dabei nicht nur den Spaß, sondern auch die Gesundheit des Kindes im Auge behalten. Gerade in der heutigen Zeit kommt ein dritter Aspekt hinzu: Das Spielzeug sollte die Umwelt möglichst wenig belasten, optimalerweise sogar nachhaltig produziert sein.

Spielzeug aus Plastik kann sich vielleicht noch im Bereich Spaß behaupten, fällt bei anderen Punkten aber deutlich hinter gutes Holzspielzeug zurück. Wir nennen im Beitrag alle Vorteile, die qualitativ hochwertiges Holzspielzeug für Ihr Kind mit sich bringt.

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Geschrieben von

Baby Welten
Baby Welten Admin

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