Aufregung pur bei der ersten UntersuchungIhre Periode ist längst überfällig? Sie haben einen Schwangerschaftstest gemacht, der positiv ist?
Dann ist es nun Zeit, das erste Mal einen Frauenarzt aufzusuchen.

Warum zur Untersuchung?

Während einer unkomplizierten Schwangerschaft sind 10-12 Vorsorgeuntersuchungen vorgesehen, deren Resultate in den so genannten Mutterpass eingetragen werden. Auch wenn schwanger sein nichts mit krank sein zu tun hat, sollten Sie diese Vorsorgeuntersuchungen regelmäßig wahrnehmen.

Die Vorsorgeuntersuchungen finden statt:

  • bis zur 32. Schwangerschaftswoche 4wöchentlich
  • ab der 32. Schwangerschaftswoche 2 wöchentlich
  • ab der 41. Schwangerschaftswoche alle 2 Tage statt

Hinzu kommen bei Bedarf natürlich weitere Untersuchungen. Lesen Sie hier, welche Untersuchungen in den Folgeuntersuchungen durchgeführt werden.

In den so genannten Mutterschaftsrichtlinien (Siehe Beruf und Schwanger ) ist festgehalten, was an diesen Termine untersucht werden sollte. Nur die in diesen Richtlinien aufgeführten Untersuchungen werden von der Krankenkasse gezahlt. Alles was darüber hinausgeht, muss privat gezahlt werden- es sei denn es gibt medizinische Begründungen für weiterreichende Untersuchungen.

Arzt

 
 

Der 1. Vorsorgetermin dient dazu, zunächst einmal die Schwangerschaft festzustellen und den Geburtstermin zu errechnen. Es sollte weiter ein ausführliches Gespräch (die so genannte Anamnese) stattfinden sowie eine körperliche Untersuchung.

Feststellen der Schwangerschaft

Der Frauenarzt bzw. die Frauenärztin wird erst einmal eine Ultraschalluntersuchung durchführen, um zu kontrollieren, ob man den Embryo schon erkennen kann, ob sogar schon ein Herzschlag erkennbar ist und ob der Embryo an der richtigen Stelle- nämlich in der Gebärmutter und nicht etwa im Eileiter- sitzt.
Die Ultraschalluntersuchung wird vaginal durchgeführt, damit das noch winzig kleine Wesen überhaupt zu erkennen ist. In den späteren Ultraschalluntersuchungen kann dann durch die Bauchdecke untersucht werden.

Errechnen des Geburtstermins:

Dann wird der voraussichtliche Geburtstermin berechnet. Dies geschieht anhand der so genannten Naegele-Formel. Da man oftmals nicht genau sagen kann, wann die Empfängnis stattgefunden hat, orientiert man sich dabei an dem ersten Tag der letzten Periode.

Die Formel lautet:
1. Tag der letzten Menstruation + 7 Tage + 1 Jahr - 3 Monate +/- x
(x = Abweichung vom 28-tägigen Zyklus)

Beachten Sie bei dieser Berechnung jedoch, dass nur 4% der Babys tatsächlich an diesem errechneten Termin, aber immerhin 66% in einem Zeitraum von 3 Wochen um ihn herum, zur Welt kommen. Achtung! Da die Zeit vom ersten Tag der letzten Periode in die Rechnung mit eingeht kommt man insgesamt auf 40 Schwangerschaftswochen. Wenn Sie nach dieser Rechnung in der 4. Schwangerschaftswoche sind, hat die Befruchtung vor zwei Wochen stattgefunden. Der Embryo ist demnach erst 2 Wochen alt, Sie sind aber schon in der 4. Woche schwanger (das ist anfangs für viele "Ersteltern" irritierend). Anders gesprochen: Faktisch ist die Schwangerschaft durschnittlich nur 267 Tage lang - man rechnet in der Regel aber mit 40 Wochen, was 280 Tagen entspricht. In unserem Schwangerschaftsnewsletter sprechen wir auch von 40 Wochen.

Körperliche Untersuchung:
Bei der gynäkologischen Untersuchung wird der Höhenstand der Gebärmutter getastet, der Muttermund untersucht und ein Abstrich des Muttermundes durchgeführt (getestet wird auf bestimmte bakterielle Erreger, die Clamydien). Ihnen wird Blut abgenommen. Die Blutuntersuchung dient der Bestimmung der Blutgruppe, der Untersuchung auf Röteln-Antikörper und Lues-Antikörper sowie der Feststellung des Hb- Gehaltes (Anm.: Hb= Hämoglobin= roter Farbstoff in den roten Blutkörperchen. Wird benötigt zum Sauerstofftransport. Ist bei Eisenmangel erniedrigt). Weiterhin kann die Blutuntersuchung Hinweis gebend für verschiedene körperliche Erkrankungen sein. Auf Wunsch der Schwangeren wird  auch ein HIV-Test durchgeführt. Sie werden "vermessen", das heißt Größe, Gewicht, Puls und Blutdruck werden gemessen. Der Urin wird auf Infektionshinweise und erhöhte Zuckerwerte untersucht.

Bei dem ärztlichen Gespräch, der Anamnese, werden Sie zu Vorerkrankungen, Krankheiten in der Familie und Risikofaktoren (wie z.B. Rauchen, Alkohol) befragt. Auch Sie haben Gelegenheit Fragen zu stellen (weiteres siehe unter Arzt in Schwangerschaft )!

Einige dieser Untersuchungen werden von nun an bei jeder weiteren Untersuchung durchgeführt. Dazu zählt die Blutdruckmessung, die Urinuntersuchung, die Kontrolle des Hb- Wertes und das Wiegen. Auch der Muttermund und der Stand der Gebärmutter sollten jedes Mal untersucht werden. Dies dient dazu, mögliche Komplikationen rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Ultraschall findet normalerweise statt: 9.-12. Woche sowie 19.-22. und 29-32.

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Voraussichtlicher Geburtstermin (ungefähr genügt)


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