Halten Sie die Vorsorgetermine ein!Informationen zu den Vorsorgeuntersuchungen Schwangerschaft

Bei unkomplizierten Schwangerschaften sind Vorsorgeuntersuchungen im Abstand von 4 Wochen, ab der 32. Schwangerschaftswoche in 2-wöchentlichen Abständen vorgesehen.

In der ersten Vorsorgeuntersuchung werden zunächst einmal die "Basisdaten" der Schwangeren aufgenommen, eine vaginale Untersuchung durchgeführt und per Ultraschall nach dem Baby geschaut. Insgesamt sind drei Ultraschalluntersuchungen vorgesehen: Zwischen der 9.-12. Schwangerschaftswoche, der 19.-22. Schwangerschaftswoche und der 29.-32. Schwangerschaftswoche.

Worum es in der ersten Vorsorgeuntersuchung genau geht und welche Untersuchungen von nun an bei jedem weiteren Termin durchgeführt werden, können Sie unter die erste Schwangerschaftsuntersuchung nachlesen.

Zusätzlich zu den in den Richtlinien stehenden Untersuchungen wird Ihnen der Frauenarzt evtl. weitere Untersuchungen empfehlen, die Sie dann auch selbst zahlen müssen (es sei denn es liegt ein dringender medizinischer Grund für diese Untersuchung vor). Um Ihnen einen Überblick über die möglichen Angebote zu geben, haben wir einige wichtige Sonder-Untersuchungen hier aufgelistet und kurz inhaltlich beschrieben:

Ersttrimester-Screening
Das Ersttrimester-Screening dient dazu, nach Hinweisen auf eine mögliche Behinderung des Kindes (wie z.B. bei der Trisomie 21 oder auch Down-Syndrom) zu suchen. Dazu wird zum einen eine spezielle Ultraschalluntersuchung (Fetale Nackentransparenz) durchgeführt, bei der die Dicke der Nackenfalte des Kindes gemessen wird. Eine Verbreiterung der Nackendicke könnte ein Hinweis auf eine Behinderung sein. Zum anderen wird eine Blutuntersuchung durchgeführt. Dabei werden die Parameter PAAP-A und ?-HCG bestimmt, auch hier geht es darum, Hinweise auf eine chromosomale Veränderungen des Feten (und damit eine Behinderung) zu finden.

 

Die Daten werden dann, unter Berücksichtigung des Alters der Mutter, zu einem "Gesamtrisiko" zusammengefasst. Sollte dies erhöht sein, wird der Mutter zu einer Fruchtwasseruntersuchung (= Amniozentese) geraten. Es handelt sich demnach um eine rein statistische Berechnung, die Wahrscheinlichkeiten errechnet und keine Diagnose bedeutet! Auch wenn die Zuverlässigkeit dieser Screening-Untersuchung höher ist als beim Triple-Test, liegt die Erkennungsrate

Der so genannte "Tripple-Test" wird zwischen der 15. und 17. Schwangerschaftswoche durchgeführt. Bei dieser Blutuntersuchung werden drei Werte (deshalb auch der Begriff "Tripple) bestimmt, die Hormone HCG und Östradiol sowie das Eiweiß "Alpha-Fetoprotein". Der Test gibt an, ob ein erhöhtes Risiko für eine Trisomie 21 ("Down-Syndrom") oder eine Spina bifida ("offener Rücken") vorliegt.

Wichtig zu wissen ist, dass der Test durchaus falsch positiv ausfallen kann. Das bedeutet, die Mutter ist zum einen verunsichert und lässt zum anderen eine Fruchtwasseruntersuchung durchführen, die ebenfalls Risiken mit sich bringt. In sehr seltenen Fällen kann der Test auch falsch negativ ausfallen, das heißt keinen Hinweis auf eine Behinderung geben, obwohl eine vorliegt. Sinn macht diese Untersuchung im Grunde nur dann, wenn die Mutter bzw. die Eltern) noch eine Entscheidungshilfe benötigen hinsichtlich der Frage, ob sie eine Fruchtwasseruntersuchung wünschen.

Fruchtwasseruntersuchung(=Amniozentese)
Als Amniozentese wird bezeichnet man die Punktion der Fruchthöhle zur Gewinnung von Fruchtwasser. Sie kann ab der 13. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden (nur in Ausnahmefällen früher), üblich ist die Zeit zwischen der 15-16. Schwangerschaftswoche.

Eine dünne Nadel wird (unter Ultraschallkontrolle) durch die Bauchdecke bis zur Fruchtblase eingeführt und es werden 10-15 ml Fruchtwasser entnommen. Die in dem Fruchtwasser befindlichen kindlichen Zellen werden auf Chromosomenschädigungen und damit auf mögliche Behinderungen untersucht. Auch das Fruchtwasser selbst wird untersucht und kann damit z.B Hinweis auf  die Sauerstoffversorgung des Kindes geben.

Wie bei jedem medizinischen Eingriff kann es auch bei einer Fruchtwasseruntersuchung zu Komplikationen kommen: Bei 0,5% der Frauen kommt es zu einer Fehlgeburt, andere Risikofaktoren sind z.B. der Verlust von Fruchtwasser oder Infektionen. In jedem Fall ist nach einer solchen Untersuchung zunächst für ein paar tage Ruhe angesagt, um die Gefahr von Komplikationen zu verringern!

Eine ähnliche Methode ist die Chorionzottenbiopsie, bei der entweder mit einem Katheder durch die Scheide oder über die Bauchdecke Gewebe entnommen wird. Die Gewebeprobe (=Biopsie) wird aus dem Mutterkuchen (=Plazenta) entnommen und zwar aus dem Teil, der sich später zum kindlichen Teil der Plazenta entwickelt. Ziel ist, ebenso wie bei der Amniozentese, die Gewinnung von kindlichen Zellen, die Anhalt über mögliche Erkrankungen des Kindes geben können.
Die Chorionzottenbiopsie kann früher als die Amniozentese  durchgeführt werden, ist jedoch auch mit einer doppelt so hohen Rate an Fehlgeburten verbunden (1%).

Glucose-Toleranztest

Dieser auch als Zuckerverwertungstest bezeichnete Test wird ab der 24. Schwangerschaftswoche durchgeführt. Durch diesen Test soll eine gestörte Glucose-(= Zucker)-verwertung bzw. ein Schwangerschaftsdiabetes erkannt werden. Der Test wird morgens nüchtern durchgeführt. Ihnen wird nüchtern Blut abgenommen und der Nüchtern-Blutzuckerwert bestimmt. Sie trinken dann einen Zuckersaft (der muss innerhalb von 5 Minuten runter!), nach 2 Stunden wird dann nochmals der Zuckerwert im Blut bestimmt.

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