Was ist die Neugeborenen-Gelbsucht?
Die Gelbsucht des Neugeborenen tritt häufig auf und verläuft meistens harmlos. Für die Gelbfärbung von Haut und Bindehaut verantwortlich ist der gelbe Blutfarbstoff Bilirubin, der ein Abbauprodukt des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin ist. Da die Leber eines Neugeborenen noch nicht voll funktionsfähig ist und nach der Geburt eine große Menge an Hämoglobin abgebaut werden muss, entsteht eine Anhäufung von Bilirubin, das sich in der Haut und Bindehaut ablagert und die Gelbfärbung verursacht.

Eine um den dritten Tag auftretende Gelbsucht ist physiologisch und ist zunächst kein Anlass zur Sorge. In der Regel klingt die Verfärbung nach ein paar Tagen ab.

Warum kann die Neugeborenen-Gelbsucht gefährlich für mein Baby sein?
Ein zu hoher Bilirubinspiegel im Blut führt dazu, dass sich diese Substanz im Gehirn ablagern kann. Folge wäre eine Schädigung, die als ?Kernikterus? bezeichnet wird und im schlimmsten Fall zu psychomotorischen Spätschäden führen kann.

Wann wird die Neugeborenen-Gelbsucht behandlungsbedürftig?

In den folgenden Fällen sollte ein Arzt konsultiert werden:

  1. Gelbsucht, die bereits in den ersten 24 Stunden oder nach dem 4. Lebenstag auftritt.
  2. Sehr intensive Gelbfärbung.
  3. Gelbfärbung, die nicht innerhalb weniger Tage abklingt.
  4. Trinkfaulheit des Neugeborenen.

Welche Therapie erfolgt gegebenenfalls?
Zunächst einmal wird bei der U2, die zwischen dem 3. und 10. Lebenstag stattfindet, der Bilirubinwert mitbestimmt. Im Krankenhaus wird diese Untersuchung noch vor der Entlassung am 3.-5. Lebenstag durchgeführt. Bei einer ambulanten Entbindung oder Hausgeburt sollte diese Untersuchung möglichst ebenfalls am 3.-5. Lebenstag stattfinden. Die betreuende Hebamme entscheidet ansonsten anhand der Hautfärbung und des Allgemeinbefindens des Kindes, ob bereits zuvor eine Bilirubin-Bestimmung durchgeführt werden soll.

Bei zu hohen Bilirubinwerten wird eine Phototherapie durchgeführt, d.h. Ihr Baby wird mit Augenschutz unter eine UV-Lampe gelegt (s. obenstehendes Bild). Die Lichteinstrahlung führt zu einem vermehrten und schnelleren Abbau des Bilirubins.

Was kann ich tun, um einem krankhaften Verlauf vorzubeugen?
Wichtig ist, dass Ihr Kind ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt. Stillende Mütter sollten Ihr Kind nach Bedarf stillen und unter Umständen noch zusätzlich ungesüßten Tee oder Wasser anbieten.
Auch das natürliche UV-Licht bewirkt einen vermehrten Abbau des Bilirubins. Legen Sie Ihr Kind so hin, dass es ausreichend Tageslicht erhält - jedoch niemals direkt in die pralle Sonne!

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Dies war ein Beitrag aus dem Baby-Welten-Magazin

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