Schwangerschaftsvergiftung (Gestose) - Symptome und Behandlung

 

Gestose und Schwangerschaft

Gestose und Schwangerschaft - Symptome und Diagnose

Was ist eine Gestose?

Der Begriff Gestose bedeutet zunächst einmal "gestörte Schwangerschaft". Dabei unterschiedet man so genannte Frühgestosen (dazu gehört das übermäßige Erbrechen - siehe Übelkeit in der Schwangerschaft - und der übermäßige Speichelfluss in der Schwangerschaft ) von den Spätgestosen, um die es hier im Weiteren geht.

Spätgestosen


Spätgestosen treten zumeist im letzten Drittel der Schwangerschaft auf. Es handelt sich um ein multifaktorielles Krankheitsbild, das sich in verschiedenen Formen darstellt und unterschiedliche Ursachen haben kann. Inzwischen ist nachgewiesen, dass es sich dabei nicht um eine Vergiftung des Körpers handelt, so dass der früher verwendete Begriff der "Schwangerschaftsvergiftung" veraltet ist.

Von einer "Pfropfgestose" spricht man, wenn sich auf einen bereits vor der Schwangerschaft bestehenden Bluthochdruck die anderen Symptome einer Präeklampsie "aufpfropfen".

Wir möchten Ihnen im Folgenden erklären, welche Krankheitsbilder zu den Spätgestosen zählen, wie diese sich darstellen und wie sie behandelt werden. Grundsätzlich ist bei Auftreten der beschriebenen Symptome immer eine ärztliche Behandlung notwendig!

Präeklampsie

Präeklampsie tritt nur bei Schwangeren auf, fast immer erst in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft. Das Krankheitsbild ist gekennzeichnet durch:

  1. Hohen Blutdruck (=Hypertonie), mit Werten > 140/90 mmHg
  2. Erhöhte Eiweißausscheidung im Urin (= Proteinurie), mit mehr als 300 mg Eiweißausscheidung in 24 Stunden
  3. Flüssigkeitseinlagerungen im Gewebe (=Ödeme), vor allem in Händen, Gesicht und Füßen.
  4. Die Urinausscheidung ist insgesamt vermindert.

Dabei ist es wichtig zu wissen, dass diese Symptome (insbesondere die Wassereinlagerungen am Ende der Schwangerschaft) relativ häufig bei Schwangeren auftreten, ohne dass eine Präeklampsie vorliegt!

Therapie der Präeklampsie:
Da die Ursachen dieses Krankheitsbildes noch nicht herausgefunden wurden (es gibt Vermutungen, aber keine sicheren Erkenntnisse), kann man nur die Symptome behandeln:

  • Es müssen regelmäßig und engmaschig die Werte überprüft werden.
  • Bei milder Ausprägung  ist körperliche Schonung, Ruhe und evtl. Bettruhe ausreichend. Die Schwangere sollte sich eiweiß-, kochsalz- und kalorienreich und insgesamt ausgewogen ernähren.
  • Evtl. sind zusätzlich blutdrucksenkende Mittel notwendig. Reichen diese Maßnahmen nicht aus und bleiben die Symptome bestehen, kann ein stationärer Krankenhausaufenthalt notwendig sein. Ziel dabei ist, das Auftreten schwerwiegender Komplikationen zu verhindern, zu denen die Eklampsie und das HELLP-Syndrom zählen.

Eklampsie

Die Eklampsie ist eine lebensbedrohliche Komplikation der Präeklampsie. Sie muss in jedem Fall stationär in einem Krankenhaus behandelt werden. Dabei kann es zu neurologischen Störungen kommen, insbesondere zu Krampfanfällen. Weitere mögliche Komplikationen sind das Auftreten von Hirnödemen, Thrombosen, Netzhautschäden an den Augen, Blutungen oder eine Plazentainsuffizienz.

Hinweise auf die Entwicklung einer Eklampsie sind: Starke Kopfschmerzen, Krampfanfälle, Flimmern vor den Augen, allgemeines Unwohlsein.

HELLP-Syndrom

Das HELLP-Syndrom ist – ebenso wie die Eklampsie – eine sehr schwerwiegende Komplikation der Präeklampsie.
Die Buchstaben dieser Bezeichnung stehen für die Ereignisse, die bei dieser Erkrankung im Körper ablaufen:
H= Hämolyse, das bedeutet Zerfall der roten Blutkörperchen
EL= erhöhte Leberwerte als Hinweis auf die gestörte Leberfunktion
LP=Low Platelets Counts= erniedrigte Thrombozytenzahl

Mögliche Symptome sind: Übelkeit, Erbrechen. starker Bauchschmerz, Durchfall. Auch hier gibt es nur eine Handlungsoption: Behandlung der Erkrankung in einem Krankenhaus.

Dokumentation zur Schwangerschaftsvergiftung

Eine Expertin informiert über aktuelle Gestoseforschung:

 
 

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