Anzeichen der Einnistung bei manchen Frauen spürbar

Wenn eine Frau schwanger ist, bemerkt sie dies zu Beginn der Schwangerschaft häufig anhand verschiedener Anzeichen wie morgendlicher Übelkeit, Spannungsgefühl in der Brust oder starker Geruchsempfindlichkeit. Spätestens wenn die nächste Regelblutung ausbleibt, ist die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft groß. Manche Frauen spüren aber sogar als Schwangerschaftsanzeichen die Einnistung der befruchteten Eizelle in der Gebärmutter.

So verläuft die Einnistung der Eizelle

Ist eine Eizelle im Eileiter befruchtet worden, wandert sie innerhalb von ca. vier Tagen Richtung Gebärmutter. Dort angekommen teilen sich die Zellen innerhalb der Eihülle in zwei Teile. Aus dem einen Teil entsteht die zukünftige Plazenta, aus dem anderen bald der Embryo. Dann sucht sich das Ei einen geeigneten Platz in der Gebärmutterschleimhaut zwecks Einnistung, auch Nidation genannt. Die Gebärmutter hat seit Beginn des Zyklus bereits eine fruchtbare Schleimhaut aufgebaut, so dass optimale Bedingungen für das Einnisten vorliegen. Die Zellen und die Eihülle trennen sich nun, das Ei legt sich an die Gebärmutterwand, die eine Mulde bildet, in der das Ei versinkt. Die Zellen, aus denen der Mutterkuchen wird, dringen in die Schleimhaut ein. Jetzt schüttet der Körper der Frau das Schwangerschaftshormon HCG aus, wodurch Eierstöcke und Hirnanhangdrüse „wissen“, dass in der nächsten Zeit kein Eisprung stattfinden soll. Die Eierstöcke bilden verstärkt das Hormon Progesteron, so dass die Gebärmutterschleimhaut aufrechterhalten bleibt. Daher wird der Zeitpunkt der Nidation auch als eigentlicher Beginn der Schwangerschaft bezeichnet.

Wie macht sich eine Einnistung bemerkbar?

Viele Frauen bemerken diesen Vorgang gar nicht. Einige Frauen aber spüren sogar die verschiedenen Phasen ihres Zyklus. Sie nehmen die Bewegungen des Eileiters war, wenn die befruchtete Eizelle hindurchwandert. Das Einnisten verursacht bei diesen Frauen ein Ziehen oder Schmerzen im Unterleib. Wenn sie einen regelmäßigen Zyklus von 28 Tagen haben, können sie den Zeitpunkt des Eisprungs sowie der möglichen Einnistung nachvollziehen und die Unterbauchbeschwerden zuordnen. Begleitet wird die Einnistung der Eizelle auch manchmal von einer Einnistungsblutung, der sogenannten Nidationsblutung. Diese ist im Vergleich zur Regelblutung nur leicht, manchmal nur einige Tropfen, das Blut ist hell und die Blutung kann nach einem Tag auch schon wieder vorüber sein. Die Einnistungsblutung tritt ca. 6 Tage nach dem Eisprung ein, während die Monatsblutung ca. 14 Tage nach dem Eisprung beginnt. Ein Beweis für eine Schwangerschaft sind aber weder Unterleibsschmerzen noch Blutung, so dass man diese Anzeichen bei einem Kinderwunsch nicht überinterpretieren sollte. Gewissheit erlangt man aber über einen Schwangerschaftstest, der auf das Schwangerschaftshormon HCG, das bei der Einnistung ausgeschüttet wurde, reagiert.

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