Die Realität tritt sehr schnell wieder in Ihr Leben, wenn Sie bereits während der Schwangerschaft wissen, dass Sie allein für das Kind entsprechend Sorge tragen müssen und keine Unterstützung erfahren, die man sich sonst hoffnungsvoll vorgestellt hätte. Umso wichtiger ist es, dass dieser Umstand die Entwicklung des Kindes nicht negativ beeinträchtigt – im Gegenteil, Sie als Elternteil können daraus Kraft gewinnen und zu einer starken Bezugsperson heranreifen, die von Ihrem Kind immer als Respektsperson wahrgenommen wird. Fehler zu vermeiden ist aber einfacher gesagt als getan, denn Stolpersteine in jedem Alltagsbereich und die Kombination von Beruf und Karriere mit der Erziehung eines Kindes sind nicht einfach unterzubringen.

Wir möchten Ihnen daher Tipps geben, wie Sie die unterschiedlichen Situationen dennoch meistern.

Finanziell auf der sicheren Seite

Zunächst geht es darum, finanziell ein Fundament zu errichten, welches die alltäglichen Sorgen in den Hintergrund stellt. Mutterschaftsgeld ist ein erster Schritt dahin, wird bei der Krankenkasse beantragt und an ist für jede Frau möglich, die vor der Entbindung in einem sozialversicherungspflichtigen Angestelltenverhältnis war. Der Zeitraum beschränkt sich auf die Zeit sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Geburt, im Anschluss daran tritt das Elterngeld an die Stelle des Mutterschaftsgeldes. Auch wenn Sie sich in einer Ausbildung befinden, teilweise sogar für Studentinnen, steht einer Zusage in der Regel nichts im Wege.

Hat sich die finanzielle Situation beruhigt und Sie sich mit dem Kind im Alltag eingelebt, tritt irgendwann wieder die Frage auf, zu welchem Zeitpunkt Sie wieder in Arbeit treten werden und gleichzeitig, wer dann die Betreuung des Kindes übernimmt. Großeltern sind zwar eine große Hilfe, doch ein Kind braucht wechselnde und vertrauensvolle Umgebungen, um sich gesund entwickeln zu können. Hilfreich könnten ehrenamtliche Initiativen sein, wie beispielsweise Familienpatenschaften oder Leih-Mütter, die angesichts des schleppenden KiTa-Ausbaus für Kinder unter drei Jahren eine wichtige Funktion erfüllen.

Ein Gefühl der Sicherheit

Es ist wichtig, Ihrem Kind die Belastung aufgrund Ihrer eigenen Situation nicht offen zu zeigen. Vielmehr können Sie mit gutem Beispiel vorangehen und zeigen, wie stark Sie die Sache meistern und trotzdem dafür sorgen, dass es Ihrem Kind gut geht. Sparen können Sie in vielen Bereichen, da unter anderem viele Vereine einzelne Unterstützungen für Alleinerziehende anbieten – hierzu informieren Sie sich bei der Familienkasse oder der Stadtverwaltung. Außerdem gibt es manches deutlich günstiger per Second-Hand, z.B. Babybücher auch als Mängelexemplare, womit Sie nicht auf wesentliche Elemente eines geordneten Tages mit Ihrem Kind verzichten müssen.

Seien Sie ehrlich zu sich selbst und vermitteln Sie Ihrem Kind, dass Probleme auftreten können und diese zu meistern sind. Häufig kommen dann Nachfragen, die Sie bestimmt und verständnisvoll beantworten sollten.

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