Verstopfung bedeutet Leid für ihr Kind

Keine Sorge: Wenn ihr kleiner Fratz mal einen halben Tag nicht in die Windeln macht, muss noch keine Verstopfung vorliegen. Von dieser spricht man erst, wenn der Stuhlgang so lange im Darm bleibt, dass er verhärtet und nur unter Schmerzen rauszupressen ist. Da können durchaus mal einige Tage Pause zwischen den Stuhlgängen liegen. Doch wenn ihr Kind darunter leidet, gibt es einiges, was Sie beachten / tun können.

Woran mag die Verstopfung liegen?

  • Bei Flaschenkindern: Ist das Wasser, mit dem die Milch zubereitet wird, stark kalkhaltig?
  • Trinkt Ihr Baby ausreichend?
  • Haben Sie mit der Zufütterung begonnen? Eventuell Kraottensaft oder Haferflocken? Dies könnte eine Ursache sein.

 

Generell lässt sich sagen, dass Karotten und Bananenbrei den Stuhl verfestigt. Von daher sollten die Breie im Falle einer Verstopfung für eine gewisse Zeit abgesetzt werden. Auf jeden Fall sollten Sie darauf achten, dass Ihr Kind zum Brei immer ausreichend trinkt. Wenn es ungerne trinkt, rühren Sie einfach mehr Wasser in den Brei.

Verstopfung – das hilft

  • Trinkmenge steigern: Sie können Ihrem Baby bis zu 500 ml Wasser/Tee  zusätzlich zum Stillen geben!
  • Flaschenkinder auf Pre-Nahrung umstellen. Es gibt auch prebiotische Säuglingsnahrung, die ein spezielles Kohlehydrat enthält, welches die Darmflora des Babys positiv beeinflusst.
  • Verstopfende Nahrung (Karotte, Banane, geriebener Apfel) meiden, geben Sie eher stuhlauflockernde Breie wie z.B. Spinat, Kürbis.
  • Auf ausreichende Fettzufuhr bei Breinahrung achten.
  • Manche geben etwas Milchzucker in den Tee oder in den Brei. Sie müssen aber unbedingt auf die Dosierungsangaben des Herstellers achten, weil es sonst erst recht zu Verstopfungen kommen kann. Außerdem können durch Milchzuckergaben auch Blähungen hervorgerufen werden. Milchzucker hat sehr viele Kalorien und erhöht in der Flasche beigefügt die Kariesgefahr. Er sollte also nicht als regelmäßiger Zusatz gegeben werden!
  • Massieren Sie das Baby am Steißbein, sanft am Bauch (im Uhrzeigersinn!) oder auch im Bereich der Ferse (Außenkante).
  • Bei akuter Verstopfung kann die Gabe eines abführenden Zäpfchens erfolgen, dies sollten Sie aber vorher mit Ihrem Kinderarzt besprechen.
  • Es gibt sogar Mini-Klistiere, die bei der Verstopfung von einem Baby gegeben werden können.

Unsere Tipps und Hinweise können keinen Arztbesuch ersetzen. Besondere Obacht ist angebracht, wenn ihr Baby viel schreit, nicht richtig zunimmt oder Stuhlgang gar schleimig oder blutig ist.

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