Elterngeld - eine Freude für Kind und ElternDas Elterngeld ist eine tolle Sache - doch um was handelt es sich genau und wie hoch ist mein Anspruch? In Deutschland wird seit dem 1. Januar 2007 geborene Kinder bis zu 14 Monate lang (inklusive 2 Partnermonate, die auch Vätermonate genannt werden) ein vom Einkommen abhängiges Elterngeld von bis zu 1800 Euro pro Monat ausbezahlt. Vorher gab es nur as Erziehungsgeld oder Mutterschaftsurlaubsgeld.

Dieses relativ hohe Einkommen hat viele (zumindest die vorher Gutverdienenden) dazu ermuntert, gemeinsame Monate mit dem kleinen Baby zu verbringen und ist somit ein erfolgreiches Modell für die Integration der Väter in den Erziehungsprozess. Wir stellen immer wieder fest, dass Väter eine deutlich intensivere Beziehung zu ihren Kindern aufbauen, wenn Sie eine gewisse Zeit lang für die Pflege (mit-)verantwortlich waren. Die gemeinsam verbrachte Zeit bindet aneinander.

Dauer und Aufteilung des Elterngeldes

In aller Kürze

Wahlmöglichkeit
Eltern können zwischen Basiselterngeld (bis 14 Monate) und Elterngeld Plus (bis 28 Monate) wählen oder eine Kombination gestalten. Letzteres empfiehlt sich vor allem für Eltern, die in der Elternzeit in Teilzeit weiterarbeiten.

Rasch beantragen
Elterngeld sollten Sie unmittelbar nach der Geburt beantragen. Rückwirkend sind nur 3 Monate nachzufordern.

Steuerklasse
Wenn Sie als Ehefrau beruftstätig sind, sollten Sie schon vor der Schwangerschaft in die Steuerklasse III wechseln. So erhalten Sie höheres Elterngeld.

Elterngeld kann in den ersten 14 Lebensmonaten des Kindes in Anspruch genommen werden, wobei ein Elternteil für mindestens zwei und höchstens zwölf Monate Elterngeld beantragen kann. Der Clou: Anspruch auf zwei zusätzliche Monate (Partnermonate oder Vätermonate) haben die Eltern, wenn beide Elterngeld in Anspruch nehmen und den Eltern für mindestens zwei Monate Erwerbseinkommen ganz oder teilweise wegfällt.

Alleinerziehende können diese zwei zusätzlichen Monate selbst nutzen, wenn sie das Elterngeld als Ausgleich für entfallendes Einkommen erhalten.

Eine Streckung ist möglich: Das Elterngeld kann bei gleichem Gesamtbudget auf die doppelte Anzahl der Monate ausgedehnt werden. Eine Person kann dann bis zu 24 Monate halbes Elterngeld beziehen, eine alleinerziehende Person bis zu 28 halbe Monatsbeträge.

Aufteilung

Bis zum 14. Monat des Babys gibt es für jeden Monat einen Monatsbetrag Elterngeld, insgesamt also maximal 14 Monate. Die Partner können die Monatsbeträge frei untereinander aufteilen, soweit beide die Mindestbezugszeit von zwei Monaten einhalten. Sie können die Monate gemeinsam nehmen, überschneidend oder nacheinander.

 
 

Wo und wann beantragen

Der Antrag auf Elterngeld kann mit dem Tag der Geburt des Kindes gestellt werden. Aber Sie müssen nicht am Tag der Geburt aufs Amt stürzen, Elterngeld wird rückwirkend für bis zu drei Monate vor dem Monat der Antragstellung gewährt.

Der Antrag wird bei den von den Ländern bestimmten Stellen gemacht. Eine Auflistung der zuständigen Ämter finden Sie in der Übersicht der Elterngeldstellen.

Neuregelung des Elterngeldes ab 2015

Ab 2015 erhalten Eltern mehr Wahlmöglichkeiten beim Bezug von Elterngeld. Schnelle Rückkehrer in den Beruf werden stärker gefördert als bisher. Weiterhin werden diejenigen Mamas und Papas stärker gefördert, die sich Erwerbs- und Erziehungsarbeit für mindestens vier Monate gleichberechtigt teilen.

Elterngeld - Wie viel bekomme ich?

 
© Elterngeldrechner by brutto-netto-rechner.info.
 

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