Woran Sie erkennen, dass Ihr Baby genug Milch bekommt:
Ein Baby erhält ausreichend Milch, wenn es ca. 6 volle (uringefüllte)
Windeln pro Tag hat, lebhaft ist und an Gewicht zunimmt. In der Zeit
zwischen dem 5. und 21. Lebenstag sollte ein gestilltes Neugeborenes
einmal täglich Stuhlgang haben, danach stellt sich die Verdauung bei
vielen Babys auf einen anderen Rhythmus mit längeren Pausen ein.
Dass
eine Frau tatsächlich zu wenig Milch produziert, kommt ausgesprochen
selten vor. Zumeist hat die Frau nur die Sorge, es könnte zu wenig
sein, weil Ihre Brust nicht prall genug scheint oder das Kind zu oft
weint bzw. zu oft an die Brust will. Beides ist kein Hinweis auf eine
unzureichende Milchmenge!
Maßnahmen:
Wenn Ihre Milchproduktion tatsächlich nachläßt, müssen Sie folgendes überprüfen:
- Haben Sie derzeit zu viel Stress? Stress kann vielfältige Ursachen haben: Zu hohe
Arbeitsbelastung, Partnerschaftsprobleme oder ein schlechtes Zurechtkommen mit der
Mutterrolle sind nur ein paar Beispiele für Stressauslöser! - Die Nachfrage gestaltet das Angebot: Wenn Ihr Baby zu wenig verlangt, weil es z.B. zu
schwach, anderweitig gesättigt oder mit dem Schnuller ruhig gestellt wurde, wird die
Brust nicht den benötigten Bedarf produzieren. - Vielleicht handelt es sich um einen vorübergehenden ?Milchmangel? aufgrund eines
Wachstumsschubes. Wachstumsschübe treten oft zwischen dem 7. und 10. Tag, in der
4., 6. und 12. Lebenswoche sowie um den 6. Lebensmonat auf. Aber auch zu jedem
anderen Zeitpunkt kann ein Wachstumsschub zu einem ständig hungrigen Kind führen.
Wenn Sie Ihr Kind nach Hunger stillen, wird sich die Brust an den erhöhten Bedarf
anpassen und dadurch die Stillabstände wieder größer werden. - Die Ernährung der Mutter beeinflusst die Milchmenge. Haben Sie in der letzten Zeit
ausreichend (2-3 l/Tag) getrunken? Haben Sie viel geraucht, zu viel Alkohol getrunken?
Um die Milchmenge zu steigern, stehen Ihnen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung:
- Wie bereits oben erwähnt, sollten Sie Ihr Baby immer nach Bedarf stillen.
- Trinken Sie viel, evtl. auch spezielle Milchbildungstees, die Sie in Apotheken erhalten.
Alternativ können Sie sich selbst einen Tee zubereiten:(Rezept: Mischen Sie 20gr
Fenchel, Anis und Kümmelsamen sowie 20gr Brennnesselblätter. Von dieser Mischung
2 Esslöffel überbrühen). - Suchen Sie sich in der Familie oder im Freundeskreis Hilfe bei Überlastung. Wenn Sie
niemanden mobilisieren können oder keinen Ansprechpartner haben, können Sie sich
an offizielle Stellen wenden (Mütterberatungszentren, Stillgruppen). - Achten Sie auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung, vor allem auf Vitamine,
Calzium und Eiweiß. - Regen Sie Ihren Milchspendereflex an, indem Sie der Brust Wärme und sanfte
Massagen zukommen lassen und sich selbst mit Ruhe und Entspannung verwöhnen.
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Kommentare
1 EL getrockneten Basilikum mit kochendem Wasser überbrühen, abseien und wenn abgekühlt zügig trinken. Morgens und abends.
Und Malzbier bzw. alkoholfreies Bier hilft auch!
VIEL TRINKEN ! aber was? DAS RICHTIGE !:
Wasser in jeder Form (Tee, Saft...), allerdings nie ohne Kalorien!
WEIL: \\\"leeres Wasser\\\" veranlaßt die Niere nur dazu, die gleiche Menge Wasser abzugeben, um eine \\\"Überschwem mung \\\"-)es Körpers zu verhindern.
Nur wenn das Getränk \\\"Gelöstes\\ \" in sich enthält, ist sichergestellt, dass es nicht zur \\\"Verdünnung \\\" aller Körperflüssigke iten kommt, was zu Wassereinlageru ngen, Schwellungen bis zur Hirnschwellung führen würde. Davor schützt uns eine funktionierende Niere.
Für die Milchproduktion kann Getrunkenes nur dann lange genung zur Verfügung stehen, wenn es diese \\\"osmotische \\\" Gefahr nicht beinhaltet:
Am einfachsten löst man genügend Kohlenhydrate im Getränk: z.B. Zucker.
Salz ist weniger geeignet, da der Körper dieses auf alle fälle über die Nieren ausscheiden muß.
Also: Tee mit Zucker trinken, oder ein Brötchen zum Tee essen.
Hier liegt auch die (nicht bewußte) Begründung für \\\"-)as Stillgetränk\\\ " unserer Großmütter: Malzbier. es enthält Malzzucker.
Und nur so langsam, wie der Zucker im Körper abgebaut wird, so langsam wird das Wasser, in dem der Zucker gelöst ist, für den Körper überflüssig, muß also über die Niere ausgeschieden werden - oder es kann zu Milch verarbeitet werden.
Stillende Mütter, die reines Wasser oder ungesüßten Tee trinken, blockieren nur das WC und klagen dennoch über zu wenig Milch.
zu einer Mahlzeit kann Frau selbstverständl ich auch Tee oder Wasser ohne Zucker trinken. Die Nahrung enthält genug, was sich im Wasser lösen kann.
Dr.Andreas Biebl, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin
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