Ist mein Baby bereit für feste Nahrung?
Zunächst einmal stellt sich die Frage, wann der Zeitpunkt gekommen ist,
das Baby abzustillen. Nach 6 Monaten etwa zeigen die meisten Babys
Interesse an fester Nahrung.
Dieses Interesse ist neben anderen Punkten ein Hinweis darauf, dass Ihr
Baby bereit für die erste Beikost ist. Weitere Hinweise sind:
- Das Baby verfolgt mit den Augen jeden Löffel oder jede Gabel, die Sie an den Mund
führen. - Das Baby hat eine so gut entwickelte Hand-Mund-Koordination, dass es Essen zum
Mund führen könnte. - Das Baby hat plötzlich einen erhöhten Stillbedarf, scheint nicht mehr so richtig satt zu
werden (es gilt jedoch, zunächst andere Ursachen für den vermehrten Hunger
auszuschließen, s. Probleme "Zu wenig Milch").
So stille ich mein Kind ab
Im Prinzip gibt es zwei mögliche Abstillanfänge:
1. Die Mutter beginnt, das Kind abzustillen.
2. Das Kind stillt sich selbst ab.
Wenn
Sie sich als Mutter dazu entscheiden, mit dem Abstillen zu beginnen,
sollten Sie dies behutsam tun. Wann immer Sie zufüttern (nach 4, 6 oder
8 Monaten), planen Sie einen langen Zeitraum ein, damit sich Ihr Baby
und auch Ihre Brust langsam umgewöhnen können.
Ersetzen
Sie nach und nach (möglichst in Abständen von Monaten) die
Brustmahlzeiten durch feste Nahrung. Wenn Ihre Brust nach dem Wegfall
einer Mahlzeit zu viel produziert und ein Milchstau droht, können Sie
die Milchmenge mit 1-2 Tassen Salbeitee pro Tag drosseln.
Plötzliches Abstillen
In seltenen Fällen kommt es dazu, dass sich ein Baby von einem auf den
anderen Tag von selbst abstillt. Versuchen Sie zunächst herauszufinden,
woher diese plötzliche Stillunlust rührt. Vielleicht haben Sie etwas
gegessen oder getrunken, was den Milchgeschmack verändert. Falls es
sich tatsächlich um ein endgültiges Stillende handelt, kann es
notwendig sein, die Milchproduktion mit Arzneimitteln zu stoppen. Es
gibt jedoch auch natürliche Alternativen (Brusthochbinden, Salbeitee
etc.), die in jedem Fall zuerst ausprobiert werden sollten. Wenden Sie
sich in einem solchen Fall an einen Frauenarzt oder an Ihre betreuende
Hebamme. |