Vorzeitige Wehen

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Vorzeitige WehenVorzeitige Wehen treten bei vielen Schwangeren bereits einige Wochen vor der Entbindung auf und sind nicht immer Grund zur Beunruhigung. Allgemein bedeutet der Begriff Wehe, dass sich die Gebärmutter kontrahiert, das bedeutet zusammenzieht. Die Gebärmutter ist ein großer Muskel, der sich ebenso wie Ihr Oberschenkelmuskel anspannen kann – mit einem entscheidenden Unterschied: Die Muskulatur der Gebärmutter ist so genannte unwillkürliche (im Gegensatz dazu sind die von Ihnen aktiv bewegbaren Muskelgruppen willkürliche Muskulatur) Muskulatur und kann von Ihnen nicht gewollt/geplant bewegt werden.

Man unterscheidet so genannte Übungswehen von Vorwehen und Senkwehen und den „echten Wehen“, die die Geburt einleiten. Es ist wichtig, diese Unterschiede zu kennen, denn die „echten Wehen“ sollten natürlich nicht zu früh starten!

Übungswehen (auch Braxton-Hicks-Kontraktionen genannt) dürfen bereits ab der 25. Schwangerschaftswoche auftreten und finden sich bei manchen Frauen sogar bereits früher. Sie zeichnen sich durch ein Hartwerden des Bauches aus, sind nicht schmerzhaft, halten 30 bis maximal 60 Sekunden an und treten nicht mehr als 3 mal in der Stunde auf. Sie kommen nicht regelmäßig und verebben langsam. Im Grunde sind sie so eine Art Trainingsprogramm der Gebärmutter, die sich damit auf den großen Moment der Geburt vorbereitet.

Vorwehen bzw. Senkwehen treten etwa ab der 36. Schwangerschaftswoche auf. Sie sind als Ziehen im Unterleib, Leiste und Rücken spürbar; die Gebärmutter wird hart und Sie verspüren einen Druck auf der Blase.

Senkwehen dienen, wie der Name schon sagt, dazu, dass sich die Gebärmutter mit dem Baby senkt und der Kopf des Babys so in die richtige „Startposition“ im Becken rutscht. Von den richtigen Geburtswehen unterscheiden sich diese Wehen dadurch, dass sie zwar schon schmerzhaft sind aber unregelmäßig auftreten und nach einiger Zeit wieder abklingen.

Sie können bei den Senkwehen bereits die im Geburtsvorbereitungskursus gelernten Atemtechniken anwenden und damit üben. Außerdem kann ein warmes (nicht heißes!) Bad Entspannung bringen.

Tja, und dann sind da noch die „echten“ Wehen, beginnend mit den Eröffnungswehen (dienen der Eröffnung des Muttermundes), den Presswehen (befördern ihr Baby nach draußen) und die Nachwehen. Zu diesen Wehen finden Sie weiterführende Informationen im Bereich Geburt (Eröffnungsphase, Austreibungsphase).

Die Geburt einleitenden Wehen zeichnen sich dadurch aus, dass sie in regelmäßigen Abständen auftreten, wobei sich Abstände immer weiter verkürzen. Sollten Sie sich unsicher sein, welche Wehenform Sie bei sich spüren, sollten Sie in jedem Fall Ihren Frauenarzt oder Ihre Hebamme um Rat fragen! Entscheidend ist, dass sich bei den frühen Wehenformen nicht der Muttermund öffnet, was durch eine vaginale Untersuchung geklärt werden kann.

 

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