| Dammschnitt | | Drucken | |
Was ist ein Dammschnitt?Als Damm bezeichnet man das Muskelgewebe zwischen Scheide und After. Wird dieses Gewebe unter der Geburt mit Hilfe einer speziellen Schere eingeschnitten, so wird dies als Dammschnitt (= Episiotomie) bezeichnet. Ziel dabei ist, den Geburtsvorgang zu erleichtern und einen Dammriss zu verhindern. Es gibt unterschiedliche Schnitttechniken, wobei heutzutage vor allem der mediane und der mediolaterale Dammschnitt durchgeführt werden. Bei dem medianen Schnitt wird quasi senkrecht nach unten geschnitten. Hauptrisiko dieser Schnittführung ist die Gefahr, dass sich der Schnitt unter der Geburt nach unten aufreißt und die Muskulatur des Afters verletzt wird. Das geschieht bei dem mediolateralen (dass bedeutet 45 ° seitlich von der Mittellinie geschnitten) eher nicht. Die schnellste Heilung tritt in der Regel bei dem medialen Schnitt ein. Was kann ich tun, um einen Dammschnitt zu verhindern? Erkundigen Sie sich im Vorfeld, wie hoch die Dammschnitt-Rate in den einzelnen Entbindungskliniken ist. Sprechen Sie das Thema bei Ihrer Hebamme und bei dem Arzt in der Klinik an. Führen Sie ab der 34. Schwangerschaftswoche eine Dammmassage durch. Verwenden Sie hierzu entweder ein reines Pflanzenöl oder spezielles Dammmassageöl (gibt es z.B. in Apotheken). Als Vorbereitung auf die tägliche Massage können Sie das Dammgewebe durch ein Dampfbad mit Linden- oder Heublüten auflockern. Führen Sie Ihren Daumen etwa 3 cm in die Vagina ein und massieren Sie vorsichtig (u-förmig) in Richtung Damm. Dehnen Sie das Dammgewebe nach unten und zu den Seiten jeweils etwa 2 Minuten. Die Dehnung spüren Sie dann als Spannungsgefühl oder Kribbeln es sollte jedoch nicht allzu schmerzhaft sein. |
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