Baby Vorsorgeuntersuchungen
Das
deutsche Gesundheitssystem hat für jedes Kind 10 Vorsorgeuntersuchungen
vorgesehen, anhand derer mögliche Krankheiten oder Fehlentwicklungen
rechtzeitig erkannt werden sollen. Die erste dieser
Vorsorgeuntersuchungen, die so genannte U1, findet direkt nach der
Geburt, die letzte im 5. Lebensjahr statt. Die Abstände zwischen den
Untersuchungen sind anfangs noch sehr dicht (allein 6 der 10
Untersuchungen finden im ersten Lebensjahr statt), da es besonders
wichtig ist, früh bei möglichen Entwicklungsstörungen einzugreifen.
Damit
Sie informiert sind, was genau der Kinderarzt in diesen
Vorsorgeuntersuchungen überprüft, haben wir Ihnen hier die Inhalte der
U1-U6 zusammengefasst. Die späteren Untersuchungen finden dann im
Kleinkindalter statt und sind damit nicht mehr Thema dieser
CD-Rom/Webseite. Wir möchten Sie auch ermutigen, den Kinderarzt immer zu befragen, wenn Ihnen etwas unklar ist. Aufgeklärte Eltern sind die besten Helfer, wenn es darum geht, Fehlentwicklungen bei einem Kind zu entdecken. Schließlich kann der Kinderarzt nur einen kurzen Eindruck gewinnen, während die Eltern ihr Kind tagtäglich erleben. Die Ergebnisse der Vorsorgeuntersuchungen werden in das gelbe Kinder-Untersuchungsheft eingetragen, welches jedes Baby mit seiner Geburt erhält. Auf dem vorderen Heftumschlag werden die Zeiträume eingetragen, in denen Sie mit Ihrem Baby zu den jeweiligen Untersuchungen kommen sollten. Mit dem Vorsorgeheft sollten Sie zu jeder Untersuchung Ihren Mutterpass sowie den Impfpass des Kindes mitbringen. An der inneren Rückseite des Heftes befindet sich eine Tasche, in der Sie diese Unterlagen aufbewahren können. Bei jeder der Vorsorgeuntersuchungen werden das Körpergewicht, der Kopfumfang sowie die Körpergröße gemessen. Im hinteren Teil des Untersuchungsheftes befinden sich Diagramme, in die die Ergebnisse der Messungen fortlaufend eingetragen werden. In diesen Diagrammen sind statistische Normgrößen eingetragen, anhand derer Ihr Baby in groß/klein bzw. schwer/leicht eingeteilt wird. Wichtig ist dabei nicht so sehr, in welchem Bereich sich Ihr Baby bewegt (es gibt nun einmal unterschiedliche Staturen, so wie bei Erwachsenen). Auffällig sind vielmehr Veränderungen, wie z.B. ein Baby, das in den ersten 4 Untersuchungen zu den Größeren zählt und bei der U5 plötzlich auf eine der unteren Kurven abrutscht. Die Entwicklung von Babys verläuft sehr unterschiedlich, so dass es schwer zu beurteilen ist, wann ein Baby zu spät mit irgendwelchen Entwicklungsschritten ist. Der Kinderarzt überprüft bei jeder Vorsorgeuntersuchung, ob bestimmte Meilensteine der Entwicklung erreicht sind. Falls nicht, wird er anhand des Gesamtbildes entscheiden, ob weitere Maßnahmen (wie z.B. Krankengymnastik) oder Untersuchungen notwendig sind. Eltern von so genannten Spätentwicklern sollten sich nicht zu viel Sorgen machen: Ob ein Baby mit 12 Monaten oder erst mit 15 Monaten laufen lernt, sagt nichts über seine späteren sportlichen Fähigkeiten aus. Ein Kleinkind, das erst mit 2 Jahren sein erstes Wort spricht, wird deshalb nicht in Deutsch schlechte Noten bekommen. Es ist nur wichtig, dass bei möglichen Entwicklungsstörungen eingegriffen wird, ansonsten sollte man jedem Kind seine Zeit geben! Noch ein kleiner Tipp für den Kinderarztbesuch: |
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Das
deutsche Gesundheitssystem hat für jedes Kind 10 Vorsorgeuntersuchungen
vorgesehen, anhand derer mögliche Krankheiten oder Fehlentwicklungen
rechtzeitig erkannt werden sollen. Die erste dieser
Vorsorgeuntersuchungen, die so genannte U1, findet direkt nach der
Geburt, die letzte im 5. Lebensjahr statt. Die Abstände zwischen den
Untersuchungen sind anfangs noch sehr dicht (allein 6 der 10
Untersuchungen finden im ersten Lebensjahr statt), da es besonders
wichtig ist, früh bei möglichen Entwicklungsstörungen einzugreifen.

