Blaehungen

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Blähungen - Ursachen und Maßnahmen 

Mögliche Ursachen:
Wissenschaftlich gesehen weiß niemand, um was es sich genau bei diesen Phänomenen handelt. Es gibt bisher keinen Nachweis, dass die so genannten Schreibabys tatsächlich an Koliken oder Blähungen leiden. Man kann sich aber leicht vorstellen, dass die Umstellung von der Nabelschnurernährung auf Muttermilch/Flaschenmilch Probleme machen kann. Die menschliche Verdauung ist ein komplexes Geschehen und manche Babys brauchen Zeit, um sich darauf einzustellen.

Viele Babys haben über mehrere Monate abends feste Schreizeiten. Dazu gibt es die Theorie, dass dieses Schreien auch als eine Art Spannungsabbau dient, mit dem die Babys die Unmengen an neuen Reizen verarbeiten, die seit der Geburt auf sie einprasseln. Versuchen Sie, Ihr Baby in den ersten Monaten ein wenig abzuschirmen. Vielleicht ist das in Ihrem Fall effektiver, als jedes Mittel gegen Blähungen bzw. Koliken!

Maßnahmen:
Bei Blähungen/Koliken gibt es ein paar lindernde Maßnahmen, die helfen können. Was bei Ihrem Baby hilfreich ist, werden Sie schnell herausfinden:

  • Wärme: Dieses Hausmittel kennt jeder. Ein Kirschkernkissen oder eine Wärmflasche
    auf dem Bauch lösen die Krämpfe und lassen die Luft entweichen. Auch ein schönes
    warmes Bad kann diesen Effekt haben!
  • "Vier-Winde-Öl": Ein spezielles Öl, mit dem man den Bauch des Babys einreiben
    kann. Ein solches Öl erhalten Sie z. B. in Apotheken, können Sie aber auch selbst
    anmischen (Zutaten: Anisöl, Fenchelöl, Kümmelöl, Korianderöl z.B. auf einer
    Mandelölbasis).
  • Bauchreiben: Reiben Sie den Bauch Ihres Kindes (z.B. mit dem Windöl, aber auch
    ohne Öl oder mit einfachem Haushaltsöl) sanft im Kreis. Kreisen Sie dabei im
    Uhrzeigersinn, da Sie so die Luft und den anderen Darminhalt in Richtung
    "Ausgang" schieben.
  • "Bauchweh-Tee": Fenchel-Anis-Kümmel-Tee, gemischt oder einzeln, kann ebenfalls
    Linderung verschaffen.
  • Fliegergriff: Bei Bauchschmerzen empfinden viele Babys diese Haltung, bei dem das
    Baby mit dem Bauch auf dem Unterarm des Haltenden liegt, als angenehm. Näheres
    dazu im Kapitel ?Halten und Hochnehmen?.
  • Aufstoßen: Achten Sie darauf, dass Ihr Baby nach den Mahlzeiten immer aufstoßen
    kann. Versuchen Sie, die Mahlzeiten ruhig zu gestalten, ziehen Sie sich notfalls mit
    Ihrem Baby in einen separaten Raum zurück.
  • Halten Sie einen Abstand von mindestens 2 Stunden zwischen den Mahlzeiten ein.
  • Für Flaschenkinder gibt es eine Spezialnahrung zu kaufen, die Blähungen reduziert.
    Informieren Sie sich darüber bei Ihrem Kinderarzt.

Achtung!
Sie sollten unbedingt einen Arzt aufsuchen, wenn Ihr Baby:

  1. einen schaumigen oder sogar spritzigen Stuhl absetzt (kann ein Hinweis auf eine
    Milchunverträglichkeit sein),
  2. einen sehr harten Stuhlgang hat,
  3. prinzipiell nach jeder Mahlzeit schreit.
 

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